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16.
Des Winters Abschied.
Psalm lv3, t. r.
Wo wandeln Welten, wo ergießtTer Lichtstrom Deiner Sonnen sich,
Wo Du mein Gott nicht Vater bist?
Wo, was nur fühlen kann, durch DichNicht Freude hat?
Und Freude bis zum UeberflußAus tausend Quellen! O wie vollFür einer jeden Kraft GenußQuillt jede, die so lange quollUnd ewig quillt!
Durchfliegt wie Adler allen RaumVon allen Himmeln: ihr erblicktDes Weltalls erste Grenzen kaum,
Des weiten Reichs, das er beglückt,
Der Gütige l
Wer zählt die Heer' um seinen Thron,
Die froh ihm Preis und Jubel weih'n?
Auf diesem Stäublein Erde schon,
Wie viele sind da, die sich feeu'n,
Daß Er sie schuf!
Die Natur erwacht! — schon fangen Winter und Sommeran um die Herrschaft zu ringen. Das Eis weicht von denBächen, die Wiesen beginnen zu ergrünen; weiß und rothprangen schon einige Blumen; viele derselben, vom Allmachts-hauch des Schöpfers angeweht, durchbrachen mit ihren zartenBlättern sogar die Hülle des Schnees, um zur bestimmten Zeitzu erscheinen; die Gesträuche treiben ihr hellgrünes Laub hierund da an Mauern und Hägen hervor, die schöne Zeit anzukün-digen, und in den Lüsten jubelt schon das Lied der Frühlercheüber den Wolken, während der fröhliche Schlag der Finkensich von Baum zu Baum wiederholt.
Jeder schönere Tag lockt uns ins Freie. Mit sehnsuchtvollerUngeduld mögen wir kaum erwarten, daß Alles in seinemhöchsten Glanze prangt; daß die Erde ihren fruchtbaren Schoosöffnet; daß die schwellenden Blüthenknosprn sich an allen Zweigenentfalten, und in Garten und Feld die Landschaft weit umher