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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
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welche nicht glauben und nicht sehen, wie ich? Warum die ver-dammen, und des ewigen Elends werth halten, die Du liebhast, wie mich, und die anders denken, empfinden, beten als ich,weil sie nicht anders können nach Deinem Willen? Wer rechtthut und Dich fürchtet, der ist Dir angenehm Ln allerlei Volk;nicht die Person, nicht die Meinung, nicht die Vorstellungsartstehest Du an.

O Du Alles mit gleicher Liebe Umfangender, ja, ich willlieben, wie Du, und in stummer Demuth Deinen Willen ver-ehren. Amen.

15 .

Die Erdbewohner und ihre Religionen.

Zweiter Thcil.

Matth. 7, <6 20.

Hilf, daß auf der ganzen ErdeDeines Willens Heiligkeit,

Großer Gott, empfunden werde!

Alle Völker, weit und breit,

Alle Werke Deiner Hände,

Müssen Dir gehorsam sein;

" Alle Deiner Huld ssch freu'n,

Bis an Deiner Schöpfung Ende.

Nur wer Deinen Willen thut,

Dessen Glaub' ist wahr und gut.

Allerdings kann die Mannigfaltigkeit der Religionen, die man beiverschiedenen Völkern des Erdbodens findet, Erstaunen erregen.Wenn man aber die Ursachen dieser Vielgestaltigkeit beobachtet,erscheint uns dieselbe weniger wunderbar. Wir begreifen es,daß die Verschiedenheit des Einflusses der Himmelsstriche, derUmgebungen, der Nahrung, auf das Gemüth der Menschenungemein groß sein, und, wie in ihrem Temperament, auch nrihrer Denkart Verschiedenheit Hervorbringen müsse.

Inzwischen bemerke ich in aller dieser Mannigfaltigkeit derGlaubensmcinungen eine gewisse Uebereinstimmung inden wesentlichen Dingen, ohne welche die Religion nicht