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6 (1837) Gott in der Natur
Entstehung
Seite
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gleich unserer Erde, ein dunkcler, bewohnbarer Weltkörper sei,aber umgeben von einem blendenden, strahlenden Licht, welchesüber und um den Sonnenkörper wallt, wie die dunkeln Wolkenum den Erdball. Jene Licht- und Glanzfülle der Sonne walletoft näher zusammen; oft scheinen sich die hellstrahlenden Ge-wölle zu trennen, und man sieht durch sie, wie durch einenzerrissenen Strahlenschleier, auf die dunkele Oberfläche desSonnenkörpers hinab. Wenn jener prachtvolle Weltball derSonne von vernünftigen Wesen bewohnt ist: so wandeln sieim ewigen Licht. Ein Ozean von Glanz erfüllt ihren Himmel,statt daß wir auf Erden über unserm Haupte die schwebendenWolken erblicken.

Und wie, sollten jene Erden, jene Millionen Welten, todtund unbcvölkert geblieben sein? Die Allmacht Gottes hättesie in das Dasein gerufen ohne Absicht und Zweck? Nurunser Erdball, einer der kleinsten aller Weltkörper, ein bloßesStaubkorn im unendlichen Weltgedäude, genösse allein denVorzug, von vernünftigen Wesen bewohnt zu sein, die Gottverehren und seine Herrlichkeit anbeten können? Wer möchtedies glauben? Wer kann es glauben, daß des Schöpfersunendliche Macht und Güte, die auf unserer Erde auch denkleinsten Grashalm mit Gewürmen und Thieren aller Art be-völkerte, die größten Welten todt und öde ließ?-Nein,

nein, das Weltgebäude ist nicht ausgestorben! Geister, die Gottverehren können, bewohnen auch die übrigen Welten und Reiche,und verherrlichen seinen Namen. Der Erdball, auf welchemwir leben, und dessen Dasein gar nicht einmal vermißt werdenwürde unter so vielen Millionen Welten, wenn er in Nichtsverschwände, dieser Erdball, sage ich, der gleichsam nur einSonnenstäubchen im unermeßlichen All des göttlichen Reichesist, dieser Erdball ist nicht allein ein Wohnplatz vernunft-begabter Geschöpfe! Andere Wesen, wohl vollkommener undedler noch, als wir, leben in andern Welten. Auch sie gehörenzu der Familie des himmlischen Vaters; auch sie sind Bürgerdes Reiches Gottes, und vollziehen vielleicht seinen heiligenWillen vollkommener als wir. O, welche erhebende Aussicht