Druckschrift 
Erleichterter Anfang einer gründlichen Kenntniß der Geometrie und Feldmeßkunst
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

77

schiefen Flache mißet, so setze man auf jede dieSetzwage, und bemerke den Grad in welchen sichder Lotbfaden einspielet. Diesen Grad suche manin der Tabelle auf, so findet man neben demsselben, unter der Benennung Abzug, eine Zahl,welche in Tausendtheilgcn eines Fußes angiebt,wieviel man von der schiefgelegenen Meßlatte ab-ziehen müße.

Wenn man nun diese Abzüge zusammen addirt,und von der Anzahl der durch die Meßlattengefundene Fuße, abziehet, so ist das gefundeneMaaß auf die Waßerflache reducirt.

( Man begreift leicht, warum hierbei immerein Abzug statt findet; weil ncmlich die auf derschiefen Flache gemeßene Linie, eine Hypothenuse,und die ihr entsprechende waßerrcchte Linie einKathete des rechtwinklichcn Dreiecks ist, welchesman sich hierbei denken kann.

Wäre an dem Orte wo man sich befindet, einanderes Fußmaaß als das Rheinlandische gebräuch-lich , so ist es sehr leicht, jenes mit diesem zuvergleichen. Man mißet nemlich einen solchen Fußso genau als möglich auf dem TausendtheiligcnMaaßstabe« ( Dies gehet um desto leichter, weildie meisten in Deutschland gebräuchlichen Fuße