25
im Lande, welche durch eine Menge zurückgesetzter,und nicht immer ohne Grund sich beklagender Offi-cianten verbreitet wird. Wichtiger noch ist der zweiteNachtheil, welcher die Einrichtung der Steuern selbstbetrifft. ,
Werden die Steuern stückweis eingeführt, sowerden einige Landestherle in der Zwischenzeit un-vermeidlich gegen andre gedrückt. Weit seltener istes die Höhe der Steuern, welche Unzufriedenheiterregt, als die Ungleichheit der Vertheilung dersel-ben. , In einem Staate, dessen einzelne ^Provinzendie verschiedenartigste Steuerverfassung haben, mußdie Einführung oder Umgestaltung jedes einzelnenZweiges der Steuern auf einen, für das ganzeLand gleichmäßigen Fuß, die Folge haben, daßeinige Provinzen dabei gewinnen, andre dabei ver-lieren. Die alten preußischen Provinzen, in denendie direkten Steuern sehr gering, und die indirektenbedeutend waren, konnten es sich wohl gefallenlassen, daß in diesen letzteren allein Veränderungenverfügt wurden, durch welche der Betrag, den sievorher abwarfen, nur wenig erhöht wurde; aberwenn eben diese indirekten Abgaben in den, vormalszum Königreiche Sachsen und Westphalen gehörigen,