Zi 8 Siebentes Rckpieel.
pitälern zu verrichten, wo aber viele seiner Patienten starben,in denen man bey der Leichenöffnung die Blase durchschnitten,Därme verwundet u. s. w. fand, wodurch seine Methode inVerfall kam, wie kNerv und Dionis die diese Dinge mitansahen, erzählen. Sie sagen er machte den Schnitt ohnealle bestimmte Richtung, und ohne die geringste Kenntnißder Theile in die er schnitt, welches wirklich schrecklich ist.Kürzlich aber ist sein Charaeter in ein ganz verschiedenes Lichtgesetzt worden; und obgleich es mehr als wahrscheinlich ist,'daß er selbst nicht wußte was er that, so gibt es doch jetztLeute, welche behaupten, genau sein Verfahren zu beschrei-ben; obgleich, wenn man auf die Zeugnisse derer die ihn ope-riren sahen Rücksicht, nimt, mail sieht daß es keine Stellegibt, an der er nicht das eine oder das anderemahl den Schnittgemacht hätte, und so kann er mit einigem Recht der Erfin-der jeder Art des Steinschnittö genannt werden, die je andiesen Theilen gemacht werden kann. Man gesteht ein, daßer zuweilen die Operation mit dem glücklichsten Erfolg ge-macht habe, dieß war genug andere von seiner Nation an-zureitzen, diese Methode auf eine vernünftigere Art zu versu-chen ; geschähe es wirklich von einigen, so haben sie doch, wahr-scheinlich weil die Versuche mislangen, sie nicht bekannt geinacht.
Hr. Rau in Amsterdam, der operi-
ren sah, bekannte öffentlich, daß er seine Methode vermögeder nothwendigen Verbesserung, des Gebrauchs nähmlich ei-ner gerinnten Sonde, ausübte, und wenn Aere /achtersich je einer solchen bediente, so hat er dieß von Hr. Raugelernt. Hx. Rau war bey seinen Operationen außerordent-lich glücklich, und wenn man zugibt, daß er, der ein vortreff-licher Zergliederer war, sein Verfahren genau kannte, so gingder Schnitt geradezu in die Blase, ohne weder die Harnröhrenoch die Vorsteherdrüse zu verwunden. Ueberdieß geben an-dere kompetente Richter, die Zeugen seiner Operationen wa-ren , dasselbe Zeugniß.
Im Jahr 1717 — 18 bewies Or. Jacob Doucstaßin einer Abhandlung die er der königl. Gesellschaft der Wis-sen-