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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
286
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286 Viertes Aapirel.

wegung in den obern und untern Gliedmafien der rechtenSeice; das Gefühl erhielt er allmählich innerhalb einem Mo-nat wieder, und nachher kam auch die Bewegung wieder, esvergiengen aber zwölf Monate ehe er gehen, und die Handbis zum Kopfe bringen konnte; innerhalb zwey Jahren wurde jer vollkommen hergestellt bis auf das Gesicht des verletztenAuges, welches nicht ganz vollkommen zu seyn schien. InFischen entstehen diese Nerven deutlich von den entgegen ge-setzten Seiten des Gehirns, und kreutzen sich! ohne sich zu ver-binden ; da aber die Augen dieser Thiere so angebracht sind,dafi sie nicht denselben Gegenstand mit beiden Augen zugleichsehen können, und dagegen Thiere, deren Sehenerven sich szu verbinden scheinen, denselben Gegenstand mit beiden Au- »gen zugleich sehen können, so sollte inan auf die Gedankengerathen, daß sie in den einen vereiniget waren, damit sienicht einen Gegenstand doppelt sähen, in den andern aber ge-trennt blieben, damit ihre Augen (da sie verschiedene Gegen-stände zu gleicher Zeit sehen sollen) von einander unabhängigblieben; demungeachtet scheint aus folgenden Fällen, das Ein-fachsehen eines Gegenstandes nicht von dieser Vereinigung,noch davon abzuhängen, daß das sicht auf correspondirendeNervenfasern aufsällt, wie einige geglaubt haben, sondernvon einem aus Erfahrung gegründeten Urtheil, da alle Ge-genstände beiden Augen aus die Art wie wir am meisten ge-wohnt sind sie zu betrachten, einfach, in andern Fällen aberdoppelt erscheinen; denn obgleich von jedem Auge ein beson-deres Bild zum Gehirn geschickt wird, so erhalten wir dochnur die Wahrnehmung eines einfachen, weil beide diese Bil- Ider von einem Gegenstand Herkommen, der an einer und der- ^selben Stelle gesehen wird, so erregt ein Bild das in die Au- zgen (wenn sie verdreht oder schlecht gerichtet sind) von zwey )verschiedenen Stellen einsällt, die Wahrnehmung von zwey iGegenständen; und wenn zwey Körper an einer Stelle ge- lsehen werden, als z. B. zwey gehörig gestellte lichter durchein Loch in einem Bret, so erscheinen sie nur als eines. Da l

aber Fälle dieser Art äußerst häufig find, so will ich diese Be- l

trach- .