Erstes Kapitel.
Von den Werkzeugen der Harnabsonderung,den Zeugungstheilen des männlichen Ge-schlechts und den Nterendrüsen.
^^ie Werkzeuge zur Harnabsonderung sind die Nieren mitihren Gefäßen, und die Harnblase.
Die Nieren des Menschen sind denen des Schwei-nes ähnlich. Beide wiegen ungefähr zwölf Unzen; sie sitzengegen den obern Theil der senden zu, auf den zwey lehtenRippen, die rechte unter der Leber und ein wenig niedrigerals die linke, welche unter der Milz sitzt. Ihr Nutzen ist,den Harn aus dem Blute abzusondern, welches zu diesemZweck von den Nierenschlagadern (^iterise emul^eine«)hierhergebracht wird, und was nach dieser Absonderung nochübrig bleibt, wird durch die Nierenblutadern (Vense emul-^eures) zurück geführt, unterdessen der Harn durch die Harn-gänge (vretLio!, ! in die Blase gebracht wird. Ich habe indrey verschiedenen Körpern, Steine aus den Lenden herausgenommen, die sich ihren Weg aus den Nieren durch dieMuskeln in die allgemeinen Bedeckungen gebahnt hatten, sodaß nach bloßer Durchschneidung derHaut, die Steine mit einerMenge Eiter und Harn hervor kamen. Wir haben vonOperateurs gehört, die die Nierensteine ausgeschnitten haben,ich bin aber überzeugt, daß die Fälle, wo dieß geschehen seynsoll, von der Art des eben erwähnten waren, und nur in derErzählung übertrieben wurden.
Dle ^acttczänrze, (Vrereres) Röhren, ungefährvon der Dicke eines Gänsekiels, und etwa einen Fuß lang;
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