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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
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Vierzehntes Rapirel,

Vierzehntes Kapitel.

Von den Nerven.

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<^us dem markigen Theil des großen Gehirns, des kleinenGehirns, und des Rückenmarks entsteht eine sehr große An-zahl dünner, weißer, markiger Fasern, welche bey ihrem er-sten. Entstehen leicht zu trennen scheinen, so wie sie aber et-was weiter fortgehen, etwas mehr, jedoch noch locker, durchdie Bekleidung die sie von der weichen Hirnhaut erhalten,verbunden sind, indem sie aber zuletzt die harte Hirnhaut durch-bohren, werden sie von dieser Membran, von der, sie in ih-rem Fortgänge bedeckt werden, fest an einander gebunden,wodurch sie zu weißen, festen und starken Stricken werden,die unter dem Nahmen von Nerven bekannt sind. In diesenHauten der Nerven verbreitet sich eine unendliche MengeGefäße, so wohl von Schlag- als Blutadern; so daß durcheine feine und glückliche Einspritzung der ganze Strick mitder Farbe der eingespritzten Flüssigkeit gefärbt, erscheint.Wenn aber die Nervenfaserchen selbst durch das beste Micros-cop untersucht werden, so erscheinen sie bloß als eine Anzahldünner, abgesonderter, parallel laufender Faden, an denenman keine Oeffnung wahrnehmen kann; obgleich einige un-achtsame Beobachter, die zerschnittenen Mündungen der ebenerwähnten Schlag- und Blutadern für Nervenröhren ange-sehen haben, die Oeffnungen der Nerven als sichtbar behaup-tet haben. Die Nerven welche, wenn sie alle vereiniget wä-ren , zusammen kaum einen Strick von einem Zoll in Durch-messer bilden würden, scheinen, da sie allenthalben ihreWirkung äußern, in jedem, selbst dem kleinsten Theil desKörpers verbreitet zu seyn. In ihrem Lause zu dem Theil,