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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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22L Neuntes Rapirel. von den lymphatischen rc.

hülfen zusammen gedrückt, und nachher eingewickelt würde,so lange bis die Bauchmuskeln wieder hinlängliche Stärkezu ihrer Verrichtung erhalten hakten, und so zapfte er allesWasser auf einmahl ohne üble Zufälle ab; hierdurch wurdedie Operation wenig schmerzhaft, zuweilen heilsam, und im-mer gefahrlos. Ich erhielt eine Frau durch sechszehn Ope-rationen , vom sechs und fünfzigsten bis zu ihrem achtzigstenJahre; eine andere sechs Jahr, durch sechs und sechzig Ab-zapfungen; man muß bekennen, daß wenige Fälle so wiediese glücken, und sehr wenige Kranke völlig hergsstelletwerden.

Ich öffnete cinmahl eine Frau, die an einer Wasser?sucht in der Leber gestorben war, in dieser fand ich den ge-wölbten Theil der Leber ganz verzehrt, und die Haut dersel-ben die beynahe einen Viertheil Zoll dick war, enthielt bev- 'nahe fünf Gallonen ") einer dicken, gelben Flüssigkeit,in dieser befanden sich viele Wasserblasen (bvtskiäes) von derGröße einer Stachelbeere, und einige Stücke einer Substanzvon einer so Hellen Rothe wie Zinnober. In ihrem vierzehn-ten Jahrestag sie zuerst an, Schmerzen in diesem Theil zufühlen, die monatlich miederkehrten, aber zuleßt beständigwurden, unterdessen ihr Leib beständig dicker wurde bis anihren Tod, der in ihrem acht und zwanzigsten Jahre erfolgte,ohne daß sie je ihre monatliche Reinigung gehabt hatte. Die 'übrigen Eingeweide alle, so wohl in der Bauchhöhle als imThorax waren vollkommen gesund, auch war in keinem äußernTheile irgend ein Zeichen von der Wassersucht; noch hatte sieeine gelbe Haut, die man so häufig bey Krankheiten der Le-ber beobachtet.

*) Ein Gallon hält acht Pinten und die Pinte sechszehnUnzen.

Zehntes