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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
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191
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^ Von den Schlag- und Blmadem. 19 l

> vie! größer ist der Druck den ihre Wände erleiden. Da aberdie Schlagadern zunächst dem Herzen, die Gegenwirkung desganzen Schlagaderbluts aushalten, so müssen sie noch einenZusatz von Stärke über dieses Verhältnis' erhalten; und dieGefäße, beides Schlag - und Blutadern, müssen, je entfern-i ter sie vom Kopf sind, verhältnismäßig stärkere Haute haben;n denn da das Schlag - und Blutaderbluk in Gemeinschaft ste-n hct, so wird beides auf die modern Gefäße mit einer Kraft« gedrücket, die sich verhalten wird wie die senkrechte Höhe desganzen Körpers, denn ob man gleich sagen kann, daß dasss aufsteigende Blut der Schlagadern nicht auf das herabstei-h gendc drücken kann, da es einen andern Weg macht, so steht^ doch das auf entgegengesetzten Wegen fortgehende Blut, daes in ein gemeinschaftliches Gefäß von dem Herzen ausge-stoßen wird, welches sich nachher erst cheilet, irr Verbindung,und die Kraft, welche zur Ueberwindung der natürlichen Nei-gung des aussteigenden Bluts herunter zu steigen, erfordertwird, wirkt auch auf das her-absteigende Blut, und diese istgerade dem Gewicht des aufsteigenden Bluts gleich; und dadie Blutadern die von oben herab und von unten herauf kom-men , sich am rechten Herzohr vereinigen, so wird der Druckin ihnen auch gleich der Höhe des ganzen Körpers, so daßdas Blut in allen Blut - und Schlagadern mit einer Flüs-sigkeit in einer gekrümmten Röhre verglichen werden kann,in der die Flüssigkeit in einem Schenkel der in dem anderndas Gleichgewicht hält, und in beiden ist der Druck am stärk-sten auf die Theile die dem Mittelpunkt der Erde am näch-sten sind. So sehen wir aus der Erfahrung daß Flüssigkei-ten die größte Neigung haben, zu den niedrigsten Theilen zustießen; und daß, wenn wir die niedrigen Theile mit demKörper in gleiche Richtung legen, diesem Umstand abgehol-fen wird; legt man aber nur einen Schenkel auf einen Stuhl,so geschieht das nur zum Theil, und zwar gerade um so vielals die senkrechte Höhe des Körpers von dieser Seite verkürztwird. Noch muß, in Rücksicht der Dicke der Häute derGefäße in Erwägung gezogen werden, daß, da das Blut sich

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