Mirrelfell, den Lungm, dem Herzbeutel rc. 167
Vom Quadrat der großen Lungengefaße in keinem größer» Ver-hälmiß steht, als das Qliadrat der Zellen mir dem der Luft-röhre, und wenn sich das Blut in diesen großen Gefäßen ebenso schnell bewegt als die Luft in der Luftröhre, so wird dasBlutin den kleinsten Gefäßen der Lungen sich mit einer, der Aistin den Zellen gleichen, Geschwindigkeit bewegen, und also umso viel inehr Reibung durch die Kraft welche es in seinen ei-genen Gesäßen beweget, leiden, als die Luft auf dasselbeäußern kann, um wie viel das Blut schwerer ist als Luft. Ueber-dieß glaube ich, daß da Luft nach allen Seiten gleich starkdrückt, und die Blutkügelchen in einer Flüssigkeit schwimmen,dieser Druck sey welcher er wolle, von wenigen oder keinemNutzen zur Trennung dieser Kügelchen seyn könne. Es istwahr man kann einwersen, daß der stärkste Druck wahrenddem Ausathmen geschieht; aber der kann doch wohl so sehr-groß nicht seyn, da der Luft der freys Ausgang offen stehr.Andere haben geglaubt, daß die Luft sich aus den Zellen derLunge in die Blutgefäße begebe und mit dem Blut vermische;so scheinbar aber auch diese Meinung ist, so fehlt es ihr dochan hinreichenden Versuchen um sie zu beweisen; daß manLuft im Blute findet, ist kein Beweis, daß sie auf diesemWege in dasselbe komme, denn sie kann eben so gut mit deinEhylus hinein kommen; noch ist die Unmöglichkeit die mangegen das Eintreten derselben in die Lungen, ohne daß dasBlut sollte dem Austrcten auf demselben Wege in die Lungenausgesetzt seyn, erhoben hat, ein guter Beweisgrund für dasGegentheil; denn wenn ein biegsamer Canal zwischen dieMembranen eines Gefäßes durch einen Raum geht, dergrößer ist als das Quadrat seiner Oefsnnng, so kann keineFlüssigkeit zurück, weil der Druck der sie zurückdrücken wollte,starker gegen die Seiten dieses Canals als gegen seine Qeff-nung seyn würde; dieses ist der Fall bey der Eröffnung desGallenganges in den Zwölffingerdarm, und der Harngangein die Harnblase. Der wahrscheinlichste Grund für das Ein-treten der Luft, oder vielmehr eines besoudern Theils dersel-ben, in das Blut durch die Lungen, kann von dem bekann-
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