Vstt den Milchgefäßett. i6z
„det, welche zwey Drittheil der Oeffnung der Röhre verschließt.„Unmittelbar unter dieser Oeffnung eröffnet sich eine Nocken-Blutader von den mulculix kcoleniz in die Schlüsselbeinöbluk-„ader. Die dünne Haut und die Klappen dieser Röhre, de-„ren gewöhnlich zehn bis zwölf sind, sind so allgemein be-gannt, daß es überflüssig wäre, ihrer weiter zu erwähnen.„In meinen Papieren finde ich wenig Abweichungen in dem„keceptsculum angemerkt, bloß in Ansehung der Größe, und„daß zuweilen mehrere Canäle zu seiner Bildung zusammew„treffen. Der Durchmesser der Röhre ist fast in jedem Kör--„per verschieden, in jedem aber durchaus von gleicher Dicke,„oft aber sieht man plötzliche Erweitert» gen oder Säckchen„in demselben. Die Zertheilungen dieser Röhre in der Brust-höhle deren die Schriftsteller erwähnen, sind sehr ungewiss.„In einer Frau die ich vergangenen Sommer zergliederte,„begab sich an dem achten Rückenwirbel ein Ast über die Aorta,„und kroch in der Gegend des fünften Wirbels unter dieselbe„wieder hinunter, zur Verbindung mit dem andern Ast, dev„auf dem gewöhnlichen Wege fortging. Vergangenen Win-„ter fand ich in einem Mann, daß sich die Röhre gänzlich in„die rechte Schlüsselbeinsblutader ausleerte. Der Wirbel,„an dem sie anfäugt sich nach der linken Seite zu begeben, ist„auch unbestimmt. Oft spaltet sie sich an ihrem obern Bo-„gen nicht, in welchem Fall man, dicht an ihrer Eröfsiumg„in die Schlüsselbeinsblutader einen starken Sack findet. Ge-wöhnlich hat sie nur eine Oeffnung, ob ich gleich in einem„Körper zwey, und in einem andern drey gesehen habe; ja„zuweilen theilt sie sich unter dem Bogen der Aorta in zwey„Aesie, davon der eine zur rechten, und der andere zur linken„Schlüsselbeinsblutader geht; jedoch ist dieser Fall selten. Das„lymphatische Gefäß welches sich in den obern Bogen öffnet,„kommt oft von der Schilddrüse."
Wenn man annimt, daß gewöhnlich fünf Pfund Chy-lus in einem Tage durch die Milchgefäße gehn, und daß da-von nur vier Unzen zum Blut hinzu kommen, (obgleich nach
L 3 dem