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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
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147
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dem Ney, dem Sperstcanal und dem Gekröse. 147

Darms, um soviel mehr Kraft erfordert werden um jedemTheil den gleichen Druck zu geben. O. Drake hat behaup-tet daß die Verdauung im Magen eben so wie im Papiniani-schen Topf geschehe; diese Hypothese aber enthält alle Absur-ditäten von der des pircarrne, mit dem Zusah, daß derMagen, zur Zeit der Verdauung, eben so der Ausdehnungwiderstehen müßte, als ein eiserner Topf, und seine Oeffnun-gen eben so fest verschlossen seyn müßten; freylich zeigt unsdieß wie Stücken Knochen, welche Hunde verschlingen, indem Magen, ohne ihn zu zerreißen, verweilen können; aufwelche Schwierigkeit, nach meiner Meinung k) prrcarrnenicht hinlänglich Rücksicht genommen hat, obgleich es keineder geringsten bey seiner Hypothese ist. In saamenfressendenVögeln, wo die Verdauung durch Muskelkraft geschieht, istder zweyte Magen ganz so gebauet die Nahrungsmittel aufdiese Art zu zermalmen und zu verdauen; denn außer daß eceiner der stärksten Muskel ihres Körpers ist, ist seine innereSeite durch eine harte und starke Membran, vor Verletzun-gen geschützt; lind diese Vögel fressen allezeit mit ihren Kör-nern zugleich die rauhesten und härtesten Steinchen die siefinden können, welche sie zur Zermalmung ihres Futters be-dürfen, obgleich dieselbe erst in einem andern Magen ge-weicht, und also zu einer leichtverdaulichen Nahrung gemacheworden. In Schlangen, einigen Vögeln, und verschiede-nen Arten Fischen, welche ganze Thiere verschlingen, undlange in ihrem Magen behalten, scheint die Verdauung durchein Auflösungsmittel zu geschehen; denn man findet oft in ih-rem Magen Thiere die, ehe noch ihre Gestalt zerstöhrc worden,so vollkommen verdauet sind, daß selbst dis Knochen erweichtsind. In Pferden und Hchsen ist Verdauung wenig mehr alsAusziehung einer Tinctur, denn in ihren Excrementen findenwir die Gestalt ihrer Nahrungsmittel nicht gänzlich vernichtet,obgleich Gras vorzüglich eben so leicht Heilbar als irgend einanderes Nahrungsmittel zu seyn scheinet, und die Körner dissie fressen werden oft ganz ausgeleert; und in den Excre-menten der Menschen sieht man oft die Schaalen der Früchte

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