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Sechstes Rapirel.
Sechstes Kapitel.
Von den Knorpeln, Bändern u. s. w.
^)eder Theil eines Knochens der mit einem andern zur Be-wegung emgelenkc ist, ist mit einem Knorpel so weit bedecktoder überzogen, als er sich auf einem andern, oder ein ande-rer auf ihm, wenn sie in Thatigkeit sind, bewegen; denn daKnorpel glatter und weicher als Knochen ist, fo macht er dieBewegung leichter als sie sonst seyn würde, und verhindertdas Abnußen der Knochen durch das Aneinanderreiben.
An jedem Gelenk des Unterkiefers ist'ein beweglicherKnorpel, auf welchem sich der piocelstn« conä/Ioicleub aufder einen Seite bewegt wahrend die Kinnlade nach der an-dern Seite zu bewegt wird; und wenn die zwey Fortsahe soauf einmahl erhoben werden, so wird die Kinnlade vorwärtsgestoßen. Diese Knorpel findet man auch in den wieder-kauenden, aber so weit ich es untersucht habe, nicht in denRaubkhieren, deren Ar.'iculationcn auch tiefer und fester find;und in der Fischotter vorzüglich sind Abschnitte von diesen Ge-lenkhöhlen welche die proceüfis conäz'Ioiciood aufnehmen, mehrals halbe Kreise; so daß der Unterkiefer nicht ausgelenkt wer-den kann wenn nicht die Gelenkhöhlen zerbrochen werden.Diese Struktur macht die Bewegungen der Kinnlade fester,dis aber mit dazwischentretenden Knorpeln macht sie leichterund williger. Knorpel von eben der Art befinden sich zwi-schen den Schlüsselbeinen und dem Brustbeine.
In jedem Kniegelenke sind zwey bewegliche beynaheringförmige Knorpel, die an ihren äußern Enden dick und anden innern dünn sind, sie machen den größten Theil der Ge-lenk-