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W. Cheselden's Anatomie des menschlichen Körpers : Mit vierzig Kupfertafeln nach Vandergucht von Riepenhausen
Entstehung
Seite
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zS Fünftes Aapirel.

beinröhre, und wird seinerseits von dein Fersenbein (cglcaneuHunterstützt, welches da nach hinten sorrlauft, einen langenHebel für die Muskeln, die das Fußgelenk ausstrecken undden Körper auf die Zehen erheben, abgiebt. Diese beidenBeine haben eine beträchtliche Bewegung unter einander, sowie auch das Knöchelbein mit dem Schisfbeine (c>8 navicu-lare); und alle übrigen haben eine unbestimmte Bewegungunter einander und mit den Beinen des MsttelsußeS, diegrößtentheilö nach den Zehen zu geschieht, wo die größte Wir-kungskraft ist. Da diese Beine so nachgeben, so sind sie we-niger Brüchen unterworfen, und machen gleich einer Federunter den Unterschenkeln die Bewegung des Körpers im Ge-hen leichter und angenehmer, und hindern Brüche von hefti-gem Bewegungen in den Beinen die sie unterstützen. Mitdiesen Beinen verbinden sich fünf andere, welche die Knochendes MitkelsußeS genannt werden. Das welches die großeZehe unterstützt ist bey weitem das stärkste, weil hier diemehrste Kraft im Gehen erfordert wird; unter dem Ende die-ses Beines liegen die beiden Sesamsbeinchen, welche densel-ben Nutzen haben, wie die Kniescheibe. Die große Zehebesteht aus zwey Knochen und die kleinen jede aus dreyen,von denen die zwey letzten der kleinsten Zehen oft zusammen-wachsen.

Zuweilen werden Kinder mit innwarts gedrehten Füßengebohren, so daß die Fußplatte nach oben zu gekehrt ist. Indiesem Fall sind die Knochen des Oberfußes, so wie die Rücken-wirbel bey Buckelichten, nach der Ungestaltheit gebildet. Daserste Beyspiel einer Heilung dieser Krankheit ist mir von Hr.PreSgrove einein Beineinrenker von Profession, der damalsin Westminster lebre, bekannt. Ich empfahl ihm den Pa-tiencen , den ich selbst nicht heilen konnte. Sein Verfahrenwar folgendes: er bog erst den Fuß so weit i» die natürlichejage als möglich war, und dann bewickelte er ihn mit Strei-fen von Heftpflaster, dieß wiederholte er von Zeit z» Zeit,wie sich die Gelegenheit zeigte, bis daß der Fuß seine natürliche

Lage