Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
660
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tionen unbeschränkte Freyheit zugesteht. Sie erhöhetdadurch den Werth von dem überflüssigen Erzeugnisse ih-res eigenen Bodens; und das beständige Zunehmen die-ses UeberfchusseS bildet nach unb nach einen Fond, derihr mit der Zeit alle Handwerker, Manufacturisten undKaufleute, deren sie bedarf, unfehlbar verschaffen muß.

Wenn hingegen eine Ackerbau treibende Nation,das Gewerbe auswärtiger Nationen, durch hohe Abga-ben oder gänzliches Verboth unterdrückt : so schadet sienothwendiger Weise ihrem eigenen Interesse auf zweyer-tey Art. Erstlich vermindert sie dadurch, daß sie denPreis aller fremden Güter und aller Arten von Mann-facturwaaren erhöhet, den wirklichen Werth von deinüberschüssigen Erzeugnisse ihres eigenen Bodens, mitwelchem, oder, (welches einerley ist) mit dessen Preisesie diese fremden Güter und Manufackurwaarsn kauft.Indem sie, zweytens, ihren eigenen Kaufleuten, Hand-werkern und Manufacturisten eine Art von Monopol aufdem einheimischen Markte giebt, macht sie die Gewinn-sse des Kaufmanns und Manufacturisten den Gewinn-sten des Landwitths gleich, und bewirkt dadurch, daßentweder von dein Ackerbaue Kapitalien auf den Handesund die Manufacturen hinüber gehen, oder daß derAckerbau Kapitalien, die ihm sonst zufließen würden,entbehren muß. Eine solche Staatswirlhschaft hemmetalso den Ackerbau aus zweyerley Weise: einmahl dadurch,daß sie den wirklichen Werth seines Erzeugnisses, undsomit den Gewinnstankheil daran herabseht; und dann,daß sie den Gewinnsiantheil bey allen übrigen Gewerbenin die Höhe treibt. Beym 'Ackerbaus wird weniqer, undbey dem Handel und den Manufakturen wird mehr ge-

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