§59
den Völker, brachte dann mit der Zelt ein größeres Ka-pita. hervor, als mit dem ordentlichen Geminnsie am Ka-pitale entweder bey dem Ackerbaue, oder bey den Mann-factnren angelegt werden könnte. Der Ueberschuß vondiesem Kapitale würde natürlicher Weise auf den auswär-tigen Handel übergehen, und auf die Ausfuhr derjeni-gen rohen und verarbeiteten Landeserzeugnisse, die imLande selbst keine Abnehmer fanden, verwendet werden.Vey dieser Ausfuhr der Landeserzeugnisse hatten nun dieKaufleute einer Ackerbau treibenden Nation, eben einensolchen Vortheil vor den Kaufleuten der Handclssraatenvoraus, als die Handwerker und Manusacturisten dererstem, vor den Handwerkern und Manusacturisten derlehtern voraus haben — den Vortheil, daß sie in ihrerHeimath die Ladung, die Vorrälhe und Lebensmittelfanden, welche die andern in entkernten Gegenden aussu-chen müßten. Bey geringerer Kenntniß und Geschick-lichkeit in der Schiffahrt, würden sie daher im Standeseyn, auf auswärtigen Markten diese Ladung eben sowohlfeil — und bey gleicher Kenntniß und Geschicklich-keit, sogar wohlfeiler zu verkaufen, als die Kaufleute derHandelsstaaten. Sie würden also bey diesem Zweigedes auswärtigen Handels mit solchen Handel treibendenNationen bald wetteifern, und mit der Zeit sie ganz dar-aus verdrängen.
Nach diesem menschenfreundlichen und großmüthi-gen Systeme kann daher eine Ackerbau treibende Nation,wenn sie sich selbst Handwerker, Mannfacturisten undKaufleute verschaffen will, keine zweckmäßigere Maßre-gel befolgen, als wenn sie dem Gewerbe der Handwer-ker, Manusacturisten und Kaufleute aller übrigen Na-
T t 2 tio-