Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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wer und der Geschäfte bis ins Einzelne kundiger Mann,schr geübt und scharfsichtig, wenn es darauf ankam,Finanzarbeiccn zu prüfen und die dazu fähigen Leute an-zustellen, mit einem Worte, vollkommen geschickt, mdie Erhebung und Anwendung der Staatseinkünfte Me-thode und gute Ordnung zu bringen. UnglücklicherWeise hatte dieser Minister alle Vorurkheile des kauf-männischen Systems angenommen, eines Systems,das, seiner Natur nach, aus lauter Einschränkungenund willkührlichen Einrichtungen besieht, und das füreinen so thätigen und in mühevolle Arbeiten versenktenGeschäftsmann nothwendig viel Reiz haben mußte, daer gewohnt war, die verschiedenen Abtheilungen in denDepartements des Staats zu ordnen, und die nöthigeAufsicht und Controls einzuführen, damit jedes auf sei-nen eigenen Wirkungskreis eingeschränkt würde. Erwollte den Gewerbsteiß und den Handel eines großenLandes, nach dem Vorbilde der Departements imStaate behandeln, und anstatt daß er jedermann, ohneAnsehen der Person, nach den menschenfreundlichenGrundsätzen der Gleichheit, Freyheit und Gerechtigkeit,sein Interesse auf seine eigene Weise hätte sollen suchenlassen, verlieh er gewissen Zweigen des Gewerbfleißesaußerordentliche Freyheiten, indem er andere einem au-ßerordentlichen Zwange unterwarf. Er wollte nicht nur,wie andere europäische Minister, den Gewerbsteiß desStädters mehr, als die Betriebsamkeit des LandmanuSbefördern: sondern er war, um jenem Gewerbfieiße destsmehr aufzuhelfen, sogar geneigt, die Betriebsamkeitdes Landmanns zn unterdrücken und nieder zu halten.Damit die Stadtbewohner die LebenSmitkel wohlfeilerbekommen und dadurch die Manufakturen und der Han-del