Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
642
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kaufen gezwungen waren. Um der geringen Preiser-höhung willen, die dieß Monopol den Producenten ge-währt haben mag, ist den einheimischen Consumentexder ganze Aufwand, der zur Erhaltung und Verthei-digung dieses Reichs erfordert wird, aufgebürdet wor-den. In dieser Absicht und in ihr allein sindin den beyden letztem Kriegen über zwey hundert Millio-nen ausgegeben, und mehr als hundert und siebenzig^Millionen neuer Staatsschulden gemacht worden, das,was in gleicher Absicht in vorhergegangenen Kriegen auf-gewendet worden ist, ungerechnet. Die bloßen Zinsendieser Staatsschulden belaufen sich nicht nur höher, alsder ganze außerordentliche Gewinn, den unsere Produ-centen von dem Monopole des Koloniehandels jemahlshätten erwarten können, sondern auch höher, als derganze Werth des Handels selbst, oder als der Werthder Waaren, die im Durchschnitte von Jahr zu Jahrnach den Kolonien ausgeführt worden sind.

Es fällt eben nicht schwer, zu bestimmen, werdie Urheber des ganzen kaufmännischen Systems ge-wesen sind. Nicht den Consumenten, denn derenInteresse ist dabey völlig hintangesetzt sondern denProducenten, deren Interesse so sorgfältig beobachtethat, und unter dieser letztem Klasse unsern Kaufleutenund Manufacturinhabern hat dieses System sein Daseynzu danken. Vey dem kaufmännischen Anordnungen,von denen in diesem Kapitel die Rede gewesen ist, hatman besonders den Vortheil unserer Manufacturinha-ber vor Augen gehabt, und ihm den Vortheil, nichtsowohl der Consumenten, als selbst verschiedener andererKlassen von Producenten aufgeopfert.

Neun-