daß die Seewärts transportiere Wolle in denr bestimm-ten Hafen, welcher angegeben worden ist, ausgeladenwerde; und wenn etwas davon anders, als im Bey-seyn eines Zollbeamten ausgeladen wird: so ist nicht nurdie Wolle — wie in ähnlichen Fallen jede andereWaare— verfallen: sondern es findet auch überoießdie gewöhnliche Geldbuße von drey Schillingen für jedesPfund Wolle stakt.
Die Inhaber unserer Wollmanufacturen haben,um ihre auf solche außerordentliche Einschränkungen ab-zweckende Antrage zu rechtfertigen, dreist behauptet, dieenglische Wolle hätte eine ganz eigene Güte; keine Wolleanderer Länder käme ihr bey: ohne ihre Beymischungkönnte aus fremder Wolle kein nur erträglicher Zeug ge-webt werden; seines Tuch ließe sich ohne englische Wollegar nicht machen; wenn man also die Ausfuhr dersel-ben ganz und gar abwenden könnte: so wäre es möglich,den Alleinhandel mit wollenen Zeugen über die ganzeWelt an sich zu bringen; und weil es sodann gar keineMikwerber gäbe: so könnte man, zu welchem Preiseman wolle, verkaufen, und in kurzer Zeit, durch dieallervortheilhafteste Handelsbilanz, auf eine ganz un-glaubliche Stufe des Reichthums gelangen. DieseTheorie hat das Schicksal so vieler andern Lehren, die,weil sie von einer gewissen Anzahl von Leuten mit Zuver«sichtlichkeit behauptet werden, bey einer noch weit gro-ßem Anzahl blinden Glauben finden, bey allen denje-nigen nehmlich, die von dem Handel mir wollenen Zeu-gen gar nichts verstehen, oder die darüber keine Unter-suchungen angestellt haben. Daß englische Wolle zuVerfertigung des feinen Tuchs unumgänglich nothwcn-
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