599
Allein es scheint, daß eins aus Kaustcuten beste-hende Gesellschaft unfähig ist, sich als Landesherr» zubeleuchten, seldst, nachdem sie Landesherr geworden ist.Der Handel, oder das Kaufen, um wieder zu verkaufen,ist immer ihr Hauptaugenmerk; und durch eine sonder-bare Verkehrtheit sehen sie den Charakter des Landesherr»als etwas dem Charakter des Kaufmanns untergeordnetesan, als etwas, das sie bloß in den Stand seht, in In-dien wohlfeiler einzukaufen und daher in Europa mir Ve-sto starkerm Gewinn zu verkaufen. In dieser Gesinnungsuchen sie von dem Markte der ihnen unterwürfigen Län-der alle Mitwerber, so viel nur möglich, abzuhalten,und also wenigstens einen Theil von den überflüßigen Er-zeugnissen dieser Lander bis auf ihren eigenen Bedarf,oder bis auf die Quantität herunter zu bringen, die siemit einem ihnen hinlänglich scheinenden Gewinnst« in Eu-ropa zu verkaufen gedenken. Ihre kaufmännische Den.kungsart gewöhnt sie nach und nach, den geringen undvorübergehenden Gewinnst des Monopolisten, de» großenund bleibenden Einkünften des Landesherr» vorzuziehen,und würde sie endlich verleiten, die ihrer Herrschaft un-terworfenen Länder eben so zu behandeln, wie die Molu-ckischen Inseln von den Holländern behandelt werden.Die ostindische Gesellschaft, als Landesherr betrachtet,müßte ihren Vortheil darein sehen, daß die europäischenWaaren, die nach ihren indischen Besitzungen kommen,so wohlfeil — und daß hingegen die indischen Waaren,die von da weggehen, um den höchsten Preis, das ist,so theuer als nur möglich ist, verkauft würden. Aber alsKaufleute haben sie gerade das entgegengesetzte Interesse.Als Landesherr» ist ihr Vortheil und der Vortheil desLandes, das sie beherrschen, einerley; als Kaufleute
Pp 4 sieht