Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
590
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Handel sonst zufließen würden. Hollands Handelska-pital ist so groß, daß es gegenwärtig immer überströ-met, und sich bald in die öffentlichen Fonds auswärtigerStaaten, bald in Darlehne an fremde Kaufleute undSpcoulanten, bald in einen sehr weit umlaufenden aus-ländischen Consumtionshandel, und bald in den Zwi-schenhandel ergießt. Alle nähern Kanäle sind voll, weilalle Kapitalien, die nur mit einem leidlichen Gewinnstehaben untergebracht werden können, diesen schon zuge-strömt sind, und daher muß Hollands Kapital die aller-entferntesten aufsuchen. Wäre der Handel nach Ostin-dien völlig frey: so würde er wahrscheinlicher Weise dasmeiste von diesem überströmenden Kapitale aufnehmen.Der osiindische Markt für die europäischen Manufackur-waaren sowohl, als für das Gold und Silber, und fürmancherley andere Erzeugnisse von Amerika ist reicher,und von größcrm Umfange, als der europäische undamerikanische zusammen genommen.

Wenn die natürliche Verkheilung der Kapitaliengestört wird: so ist jede solche Störung der Gesellschaft,in welcher sie vorgeht, unfehlbar schädlich; entweder da-durch, daß sie Kapitalien aus einem gewisse Handelverjagt, die ihm sonst zugehen würden, oder dadurch,daß sie Kapitalien hineinzieht, die sonst nicht dahin ge-gangen wären. Wenn Hollands ostindischer Handelohne alle ausschließende Gesellschaften, größer seyn würde,als er gegenwärtig ist: so muß dieses Land gar sehr dar-unter leiden, daß ein Theil seines Kapitals eine ihm an-gemessene Anwendung nicht findet. Wenn, auf derandern Seite, Schwedens und Dänemarks Handelnach Ostindien, ohne ausschließende Gesellschaften, ge-ringer,