Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
583
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Gleichwohl hat sich bisher kein einziges dieser Länder et-was anders ganz zu eigen machen können, als den Auf--wand, die unterdrückende Oberherrschaft über die Kolo-nien im Frieden zu unterhalten, und im Kriege zu ver»theidigen. Die mit diesem Besitze verbundenen Nach-theile hat jedes Land sich allein vorbehalten: die ausihrem Handel entspringenden Vortheile hingegen hat jedesmit manchem andern Lande theilen müssen.

Natürlicher Weise scheint das Monopol des weit-lauftigen Handels mit Amerika, beym ersten Anblickeein höchst wichtiger Erwerb zu seyn. Unter dem Ge-wühle politischer Händel sieht das kurzsichtige Auge derunbesonnenen Ehrsucht darin einen blendenden Gegen-stand, der des Kampfes wohl werth wäre. Allein ge-rade das blendende der Sache, diese unermeßliche Größedes Handels, ist es, die das Monopol desselben schäd-lichmacht, die verursachet, daß ein Gewerbe, welchesschon an und für sich dem Lande geringern Vortheil bringt,als die meisten andern Gewerbe, einen größern Theildes Landeskapitalö verschlinget, als ihm sonst zugegan-gen seyn würde.

In dem zweyten Buche dieses Werks ist gezeigtworden, daß das kaufmännische Kapital jedes Landes,diejenige Anwendung gleichsam von selbst aufsucht, wel-che für das Land am vortheilhaftestcn ist. Wird dasKapital beym Zwischenhandel angelegt: so wird das Landdie Niederlage von Waaren aller der Länder, derenHandel das Kapital in Bewegung setzt. Aber natürli-cher Weise wünscht der Eigenthümer des Kapitals, vonden Waaren so viel als nur möglich ist, zu Hause abzu-setzen. Er erspart sich dadurch die Arbeit, die GefahrOo 4 und