Diejenigen Lander, welche Kolonien in Amerikabesitzen, und zugleich unmittelbar nach Ostindien han-deln, genießen den äußern Schimmer dieses großenHandels in vollem Maaße. Indessen haben andere Län-der, ungeachtet aller der mißgünstigen Beschränkungen,wodurch man sie davon auszuschließen denkt, oft mehrwirklichen Vortheil dabey. Die spanischen und portu-giesischen Kolonien, zum Beyspiel, begünstigenmehr die Betriebsamkeit anderer Länder, als Portu-gals und Spaniens. Bey dem einzigen Artikel derLeinwand soll sich das jährliche Bedürfniß dieser Kolonienauf mehr als drey Millionen Pfund Sterling belaufen;welche Angabe ich jedoch nicht verbürgen kann. Aberdieses starke Bedürfniß kömmt beynahe ganz allein ausFrankreich, Flandern, Holland und Deutschland.Spanien und Portugal liefern mir einen geringen Theildavon. Das Kapital, welches den Kolonien diese großeO.liautität Leinwand verschafft, wird jährlich unter dieBewohner jener andern Länder vertheilt, und giebt die-sen ein Eiurommcn. Nur die Gewiunstc davon bleibenin Spanien und Portugal, wo sie die Verschwendungder Kausteute in Cadip und Lissabon befördern helfen»
Sogar bringt die Maßregel, daß jede Nation sichden ausschließlichen Handel mit ihren Kolonien zuzueig-nen sucht, oft dem Lande, zu dessen Gunsten sie einge-führt wird, mehr Nachtheil, als dem Lands, dem mandamit schaden will. Die Ungerechtigkeit, den Gcwerb-sieiß anderer Länder zu unterdrücken, fallt, so zu reden,auf die Häupter der Unterdrücker zurück, und schlagtihren eigenen Gewerbsteiß zu Boden. Nach jener Maß-regel muß, zum Beyspiel, der Hamburger Kaufmann
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