Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
580
Einzelbild herunterladen
 

?8o

Länder immer stärker, und die Europäer immer schwa-cher werden, und so die Bewohner aller Welttheile zuder Gleichheit an Muth und Kraft gelangen, die gegen-stitige'Ehrfurcht einflößt, lind allein im Stande ist, un-abhängige Völker von gewaltsamen Eingruffm in dieRechte der andern abzuhalten. Nichts aber scheint dir-sts Gleichgewicht der Macht fester zu gründen, als ge-genseitige Mittheilung aller Arten Don Kenntnisse undVerbesserungen, welche ein ausgebreiteter Handelsver-kehr aller Länder mit allen Ländern, natürlicher oder viel-mehr nothwendiger Weise mit sich führen

Unterdessen hat eine von den Hauptwirknngcn die-ser Entdeckungen darin bestanden, das kaufmännischeSystem auf eine Stufe von Glanz und Herrlichkeit zuerheben, die es stuft nimmermehr erreicht haben würde.Dieses System geht damit um, eine große Nation lie-ber durch Handel und Manufackuren, als durch Ver-besserung des Landbanes, lieber durch Betriebsamkeitder Städte, als des offenen Landes, zu bereichern.Nachdem aber diese Entdeckungen einmahl gemacht wa-ren, sind die Handelsstädte Europcns, die vorhin nurfür einen sehr kleinen Theil der Welt für die Küstedes atlantischen Meeres, und für die am mittelländischen

Meere und an der Ostsee liegenden Lander- Manu-

fackurwaaren verarbeiteten und vestührten, nunmehrnicht bloß Mauufacruristen für die zahlreichen und be-triebsamen Anbauer von 'Amerika geworden, sonder» sieverführen und verfertigen jeßt Waaren fast für alle Völ-ker in Asten, Afrika und Amerika. Es haben sich ih-rem Gcwerbfleiße zwey neue Welten geöffnet, wovon einejede mehr Umfang hat, als die alte, und wo der Marktder einen von Tage zr, Tage größer wird.

Die-