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zunehmen, da die allgemeine Menschenliebe sie von selbstdazu antreibt. Der Schuh der Obrigkeit macht denSklaven in den Augen lemes Herrn weniger verächtlich,und dadurch diesen geneigt, ihn mehr zu achten, undgelinde zu behandeln. Sanfte Behandlung macht denSklaven nicht nur getreuer, sondern auch geschickter,folglich in doppelter Rücksicht nützlicher. Er nähert sichmehr dem Zustande eines freyen Dienstbothen, und isteiner gewissen Redlichkeit, einer Anhänglichkeit an denVortheil seines Herrn fähig, Tugenden, welche vielenfreyen Dienstbothen eigen sind, aber keinem Sklaven,der so behandelt wird, wie es in Landern, wo der Herrvöllig frey und sicher ist, zu geschehen pflegt.
Daß der Zustand eines Sklaven unter einer will-kührlichen Regierung besser sey, als unter einer freyen,Hot, glaube ich, die Geschichte aller Zeiten und Völkergelehrt. Erst unter den Kaisern finden wir in der rö-mischen Gescvicbte eine Spur, wo die Obrigkeit denSklaven, gegen die Gewaltthätigkeit seines Herrn, inSchutz nahm. Als Vedius Pollio, in Gegenwart Au-gusts, einen seiner Sklaven, der ein geringes Versehenbegangen harte, in Stücken hauen, und den Fischen inseinem Terche vorwerfen lassen wollte, befahl ihm derKaiser mit Unwillen, nicht nur diesen, sondern auch alleübrigen ihm zugehörigen Sklaven frey zu geben. Unterder Republik hatte keine Obrigkeit Ansehen genug ge-habt, den Sklaven zu schützen, und noch viel weniger,den Herrn zu bestrafen.
Man muß wohl bemerken, daß das Kapital, wo-mit die französischen Zuckerkolonien, und besonders diegroße Kolonie in St. Domingo, angebauet worden sind,
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