Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
500
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Pfund Stahl mit sechs bis zehn Pfennigen St. bezahltmorden sey. Nun geben aber die Kolonisten hauptsäch.iic!) darum ihre Erzeugnisse weg, um sich europäischeWaaren zu verschaffen. Je mehr sie also für die letz.kern bezahlen, desto weniger gewinnen sie an den erstem,und die Theurung der einen, besteht in der Wohlfeilheitder andern. Portugal beobachtet in diesem Betrachtegegen alle seine Kolonien Spaniens alte Handelspolitik,jedoch mir Ausnahme von Fernambuco und Marannon,gegen welche es noch weit schlimmer verfährt»

Noch andere Nationen erlauben allen ihren Ein-wohnern , aus allen Häfen des Mutterstaats den freyenHandel nach ihren Kolonien, und es bedarf dazu bloßder gewöhnlichen Passe aus dem Zollamte. Hier machtes nun die Menge und der zerstreuete Aufenthalt derHandelsleute unmöglich, sich mit einander emzuverste-hen, und sie können bey dieser Concurrenz, keinen über-mäßigen Gewinn machen. Die Kolonien werden un-ter einer so milden Staatsverwaltung in den Stand ge-setzt , zu billigen Preisen ihre eigenen Erzeugnisse zuverkaufen, und die europäischen Güter zu kaufen. Eng-land hat seit Aufhebung der Plymouthcr Gesellschaft, zuwelcher Zeit die Kolonien noch in ihrer Kindheit waren,diese Maßregel allezeit beobachtet. Auch Frankreich ist,seit der Aufhebung der in England sogenannten Missi-stpigesellschast, nicht davon abgewichen. Der Gewinnalso, den Frankreich und England von dem Handel mitihren Kolonien haben, ist zwar unstreitig etwas größer,als er bey der freyen Concurrenz aller andern Nationenfettn würde, aber doch keincsweges übermäßig; und derPreis der europäischen Güter ist in den Kolonien dieserbeyden Nationen nicht übertrieben»

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