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2 (1799)
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noch Silberadem gefunden worden waren, und das Landalso der Krone wenig oder nichts einbrachte: so wurdees lange Zeit gar sehr vernachlaßiget; und wahrend die-ser Wernachläßigung wurde es eure große und mächtigeKolonie. Da Portugal unter der Herrschaft von Spa-nien stand, griffen oie Holländer Brasilien an, undnahmen von den vierzehn Provinzen, in welche es ge-theilt ist, sieden weg. Sie dachten auch die übrigensieden bald zu erobern, als Porrugal durch die Thron-besteigung der Familie von Braganza, seine Unabhän-gigkeit wieder bekam. Dadurch wurden die Holländer,als Feinde der Spanier, Freunde der Portugiesen, dieauch Feinde der Spanier waren. Sie ließen es sich da-her gefallen, der. Theil von Brasilien, den sie noch nichterobert hatten, dem Könige von Portugal zu lasten, unddieser willigte ein, daß sie den schon eroberten Theil, alsetwas, vaS des Zwistes mit einem so guten BundSge-nosten nicht werth st», behielten. Die holländische Re-gierung aber fing bald an, die portugiesischen Koloni-sten zu drücken, und diese, ohne sich lange mit Klagenaufzunalten, ergnsten gegen ihre neuen Oberherren dieWaffen, und jagten sie, durch eigene Tapferkeit undEntschlossenheit, zwar mit Vorbewust des Mutterstaats,aber doch ohne dessen offenbare Mitwirkung, aus Bra-silien hinaus. Da also die Holländer keinen Theil desLandes für sich selbst behaupten konnten: so waren sie da-mit zufrieden, daß alles der Krone Portugal allein zu-rück gegeben würde. Man sagt, diese Kolonie ent-hielte mehr als sechs mahl hundert tausend Menschen,Porrugiesen, oder Abkömmlinge derselben, Kreolen,Mulatten, und eine gemischte Gattung zwischen Portu-giesen und Brasilianern. Keine einzige amerikanische

Kolonie