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Die Krone Spanien hat, vermöge ihres Antheilsam Gelee und Silber, von ihren Kolonien, vom Au-genblicke ihrer Emstchmig an, Einkünfte gehabt. Ein-künfte dieser Art mußten die menschliche Habsucht mitden ausschweifendsten Erwartungen noch größerer Reich-thümer erfüllen. Daher zogen die spanischen Kolonien,'von ihrem Ursprünge an, die Aufmerksamkeit des Mut.terstaatS gar sehr auf sich, während die Kolonien derübrigen europäischen Völker lange Zeit vcrnachläßigekwurden. Vielleicht gediehen jene nicht besser bey allerAufmerksamkeit, und diese nicht schlechter bey aller Ver-nachlaßigung. Nach Verhältniß der Menge Landes,welches die spanischen Kolonien gewissermaßen im Besi-tze haben, sind sie nicht so bevölkert und so blühend, alsdie andern europäischen Kolonien. Indessen haben selbstdie spanischen an Volksmenge und Cultur sehr schnell zu-genommen. Die Stadt Lima, die erst seit der Erobe-rung erbauet worden ist, soll nach UlloaS Beschreibung,schon vor dreyßig Jahren, fünfzig tausend Einwohnergehabt haben. Quito, vormahls ein elendes Dorf derIndianer, soll eben diesem Schriftsteller zu Folge, nichtweniger bevölkert seon. Gemelli Carrcri, der zwar,wie man sagt, die Lander, welche er beschreibt, nichtselbst besucht hat, aber doch überall aus sehr guten Quel-len geschöpft zu haben scheint, giebt der Stadt Mexicohundert tausend Einwohner: und daö ist, aller Uebertrei-bungen der spanischen Schriftsteller ungeachtet, wahr.scheinlich fünfmahl mehr, als sie zur Zeit des Monkezu-ma enthielt. Diese Anzahl übersteigt die Volksmengevon Boston, Neujork und Philadelphia, den drey größ-ten Städten der englischen Kolonien, um ein beträcht-liches. Vor der Besitznehmung der Spanier gab es
weder