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2 (1799)
Entstehung
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täglichem, nur geringe. Was die Vermehrung derBevölkerung und die Verbesserung der Länderey beför-dert, befördert auch die Zunahme wahres Reichthumsund Wohlstandes.

Diesem gemäß scheinen viele Kolonien der altenGriechen sehr schnell zu Reichthum und Größe gekommenzu seyn. Einige derselben scheinen in dem Lause einesoder zweyer Jahrhunderte mit dem Mutterstaate ge-wclteifert und ihn sogar übertreffen zu haben. Syra-kus und Agrigent in Sicilien, Tarem und Locri in Ita-lien, Ephesus und Milet in Kleinasten mögen, allenNachrichten zu Folge, keiner Stadt des alten Griechen-landes haben weichen dürfen. Es scheint, daß, ihrerspätern Erbauung ungeachtet, alle feinern Künste, Phi-losophie, Dichtkunst und Beredsamkeit eben so früh inihnen geblühet haben, und zu eben der Vollkcmmenheitgebracht worden sind, als in irgend einem Theile desMutterlandes. Merkwürdig ist, daß die Schulen derbeyden ältesten griechischen Welkweisen, des Thales undPythagoraS, nicht in dem alten Griechenlande, sonderndie eine in einer asiatischen und die andere in einer italie-nischen Kolonie entstanden sind. Alle diese Kolonienhatten sich in Ländern niedergelassen, die von rohen undbarbarischen Völkern bewohnt waren, welche den neuenAnkömmlingen willig Plah machten. Sie hatten Ue-brrstuß an guten Ländereyen; und da sie von dem Mut-terstaate ganz unabhängig waren: so stand es ihnen frey,ihre eigenen Angelegenheiten so einzurichten, wie sie eSfür ihr Interesse am zuträglichsten hielten.

Die Geschichte der römischen Kolonien ist bey wei-tem nicht so glänzend. Zwar sind einige, wie Florenz,

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