Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
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licher Weise etwas ähnliches in der neuen Ansiedelungein. Hingegen ist u ter rohen Völkern der natürlicheFortschritt der Gesetzgebung und Staatsverwaltung lang-samer, als der natürliche Fortschritt der Künste, wennnur Gesetze und Verfassung so weit eingeführt sind, daßsie die Künste schützen können. Ieoer Kolonist erhaltm hr Ländereyen, als er selbst bauen kann. Er hatkeine Renten und sich! gar keine Abgaben zu bezahlen.Er braucht seinen Erwerb mit keinem Gutsherrn zutheilen, und die Abgabe an den Luu'esherrn ist gemei-niglich nur eine Kleinigkeit. Er hat also alle Ursacbe,einen Erwerb so viel nur möglich zu vergrößern, derbeynahe völlig sein Eigcntlmm ist. Aber sinne Lame-ren ist gemeiniglich von solchem Umfanae, daß er mitaller eigenen Betriebsamkeit, und mit aller Betriebs mkeitanderer Leute, die er zu Huste nehmen kann, selten imStande ist, den zehnten Theil d ssen hervorzudringen,was die Länderey liefern könnte. Er beeifert sich daher,von allen Seiten Arbeiter zusammen zu bringen, undsie auf das freygebigste zu lohnen. Allein dieser reich-liche Lohn, verbunden mit der Ergiebigkeit und Wohl«sellheit der Ländereyen, macht, daß ihn die Arbeiterbald im Stiche lassen, um selbst^ Landstgenchümer zuwerden, und andere Arbeiter eben so freygebig zu loh-nen, von welchen sie denn aus eben der Ursache verlasenwerden, aus welcher sie selber ihren ersten Herrn ver-lassen hatte». Der reichliche Arbeitslohn besördert dasHeyrathen. Die Kinder werden in der zarten Kindheitgut genährt und besorgt; und wenn sie heranwachsen: soübersteigt der Werth ihrer Arbeit ihren Unterhalt um einbeträchtliches. Kommet! sie zu reifen Jahren: so setztder hohe Preis der Arbeit und der nntdrige Preis der

Lände«