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Die Anlegung der europäischen Kolonien in Ame-rika und Wesiindicn entsprang nicht aus Nothwendig-keit; und ob gleich der daraus entstandene Nutzen sehrgroß gewesen ist: so war er doch nicht so ganz klar undeinleuchtend. Man sahe diese» Nutzen bey der erstenAnlage nicht ein, auch war er weder der Bewegungs-grund bey der Anlage, noch bey den Entdeckungen, wel-che dazu Veranlassung gaben; und die Beschaffenheit,den Umfang und die Gränzen dieses Nutzens, kenntman vielleicht bis auf den heutigen Tag noch nicht recht.
Im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhundertetrieben die Venezianer einen sehr vortheilhaften Handelmit Gewürze und andern ostindischen Waaren, womitsie die übrigen europäischen Nationen versorgten. Siehöhlten sie hauptsächlich aus Aegypten, welches damahlsunter der Herrschaft der Mammeluken stand» Diesewaren Feinde der Türken, und dir Türmen waren Feindeder Venezianer. Dieses gemeinschaftliche Interesse,von dem venezianischen Gelde uutcrstützt, verschaffte denVenezianern beynahe den Alleinhandel.
Der große Gewinn der Venezianer machte dieHabsucht der Portugiesen rege. . Diese hatten währenddes fünfzehnten Jahrhunderts einen Weg zur See nachden Landern gesucht, woher ihnen die Mohren Elfenbeinund Goldsiaub durch die Wüste zuführten. Sie ent-deckten Madera, die kanarischen und azorischsn Inseln,die Inseln des grünen Vorgebirges, die Küsten vonGuinea, Loango, Congo, Angola und Benguela, undendlich das Vorgebirge der guten Hofnung. Sie hattenlängst gewünscht, an den: vortheilhaften Handel der Ve-nezianer Theil zu haben, und diese letztere Entdeckung
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