Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
386
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Es ist bereits angemerkt worden, baß die Prä-mie in fruchtbaren Jahren, dadurch, daß sie eine au-ßerordentliche Ausfuhr bewirkt, nothwendig den Ge-treidepreis im lande höher erhält, als er außerdemstehen würde. Dieses ist nun gerade die anerkannteAbsicht dieser Anordnung. Ob gleich in Zeiten desMangels die Prämie oft aufgehoben wird: so mußdennoch die starke Ausfuhr in Jahren des Ueberfluffeö,oft mehr oder weniger verhindern, daß der Neberflußdes einen Jahres den Mangel des andern erseht. Also,in fruchtbaren, so wie in unfruchtbaren Jahren hältdie Prämie den Gecreidepreis etwas höher, als er au-ßerdem auf den inländischen Märkten stehen würde.

Daß die Prämie bey dem jedesmahligen Zustandedes Ackerbaues diese Wirkung hervorzubringen geschicktsey, wird hoffentlich von keinem verständigen Menschenbezweifelt werden. Manche Leute aber denken, sie seywirksam, den Ackerbau zu befördern, und zwar aufzweyerley Weise: erstlich dadurch, daß dem Landwirtheein mehr ausgebreiteter Markt für sein Getreide ver-schafft, und also die Nachfrage nach dieser Waare ver-mehrt wird; zweyrenS dadurch, daß er nun einen bes-sern Preis für sein Getreide erhält, als er sonst bey derjedesmahligen Beschaffenheit des Ackerbaues hoffenkönnte. Diese zweyfache Ermunterung muß, ihrerEinbildung gemäß, in einer langen Reihe von Jahren,den Anbau des Getreides so sehr vermehren, daß derPreis auf den inländischen Märkten weit mehr dadurchsinket, als ihn die Prämie, in dem Zustande, worinsich der Ackerbau am Ende dieses Zeitraums befindet,steigern könnte.