Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
367
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Z6?

ist dieß auch der Fall mit einer reichen Nation. Freylichist ein reicher Mann, der selbst Mannsaeturen im Gan-ge hak, ein gefährlicher Nachbar für alle die Leute, dieein gleiches Gewerbe lreiben. Aber seine übrigen Mach-baren und diese machen doch die größte Anzahl aus benutzen den guten Markt, den ihnen sein Aufwandverschaffet. Sie gewinnen sogar dadurch, daß die är-mer« Handwerker, weiche eben das Gewerbe treiben,nicht mit ihm Preise halten können. So können auchdie Mannfaccuristen einer reichen Nation, ohne Zwei-fel für die Mannfccrurisien ihrer Nachbarcn, gefährlicheNebenbuhler seyn. Aber eben dieser Wetteifer ist fürde6 ganze Volk vorthrilhaft, weil durch den gutenMarkt, den ihm der große Aufwand einer solchen Na-tion in jeder andern Rücksicht verschaffet, gar sehr ge-winnt. Privatleute, die ihr Glück machen wollen, las-sen sich nicht einfallen, in die entfernten und armernProvinzen des Landes zu ziehen, sondern sie lassen sichentweder in der Hauptstadt oder in irgend einer großenHandelsstadt nieder. Sie denken: wo nicht viel Reich-thnm umläuft, da ist auch nur wenig zu gewinnen; woaber viel im Umtriebe ist, da kann ihnen auch etwas da-von zu Theil werden. Dieselbe Regel, nach welcher diegesunde Vernunft von einem, oder von zehn, oder vonzwanzig Individuen handelt, sollte auch das Urtheil voneiner, oder von zehn und zwanzig Millionen bestimmen;eine ganze Nation sollte die Reichthümer ihrer Nachba.reu für einen Grund und für eine Gelegenheit ansehen,selbst Reichthümer zu erwerben. Wenn eine Nation sichdurch den auswärtigen Handel bereichern will: so hat sieleichtes Spiel, wofern ihre Machbaren reiche, betrieb-same und Handel treibende Völker sind. Eine große

Nacion,