Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
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365
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darin, alle ihre Machbaren arin zu machen. Jede Na-tion soll den Wohlstand aller Nationen, mit denen sieHandel treibt, mit neidischen Augen ansehen, und wasdiese gewinnen, für ihren eigenen Verlust halten. DerHandel, der seiner Natur nach, unter Nationen wieunrer einzelnen Menschen, ein Band der Eintracht undFreundschaft seyn sollte, ist eine reiche Quelle der Zwie-tracht und Feindschaft geworden. Der unbiegsame Ehr-geiz der Könige und StaatSminister ist, in dem jetzigenund dem vorigen Jahrhunderte, für die Ruhe von Eu-ropa nicht so verderblich gewesen, als die ungereimte Ei-fersucht der Kausteute und Manufacturhcrren. Gewalt-thätigkeit und Ungerechtigkeit der Beherrscher der Men-schen sind ein altes Uebel, gegen welches, wie ich fürch-te, die Natur der menschlichen Einrichtungen kein Mit-tel darbiethet. Aber die niedrige Habsucht, der Mono-policugeist der Kausteute und Manusacturherren, diedoch weder Beherrscher der Menschen sind, noch seynsollten, wenn sie auch nicht ganz zu vertilgen sind, könn-ten doch in solchen Schranken gehalten werden, daß sieniemandes Ruhe, als ihre eigene, störten.

Daß Moncpoliengcist diese Lehre ursprünglich er-fand und ausbreitete, leidet keinen Zweifel; und die,welche sie predigten, waren keine solche Thoren, als die,welche ihnen glaubten. In jedem Lande besteht derVortheil des großen Haufens des Volks darin, seineBedürfnisse da zu kaufen, wo sie an; wohlfeilsten zu ha-ben sind. Dieser Satz ist so einleuchtend, daß es lä-cherlich seyn würde, ihn mühsam beweisen zu wollen;und er wäre nie zur Untersuchung gekommen, wenn nichtdie Trugschlüsse der Kausteute und Mauusaccuristen den

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