Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
340
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Z4-2

Allem das umlaufende Geld in kleinen Scaacen, wieGenua und Hamburg sind, kann selten in ihrer eigenenMünze, sondern musi großeucheils in Münzsorten allerbenachbarten Scaaren bestehen, mir welchen die Ein-wohner beständigen Verkehr haben. Wenn auch einsolcher Sraar seine eigenen Münzen umprägte: so wür-de er doch das umlaufende Geld nicht verbessern können.Werden nun fremde Wechsel in diesen: Umlaussgeldebezahlt: so steht der Cours gar sehr zum Nachtheileines solchen Landes; weil sein Geld, das schon an sicheinen unbeständigen Werth hat, in: Auslande noth-wendig noch unter seinem wahren Werthe gelten muß.

Um nun dem Uebel, welches dieser nachthciligeWechseicours über die Kaufleute solcher kleinen Staatenbringen mußte, abzuhelfen, haben diese, als sie aufdas Handelsinteresse aufmerksam zu werden ansingen,oftmals angeordnet, daß fremde Wechsel von einemgewisse!: Werthe, nicht in dem gewöhnliche!: Umlaufs-gelde, sondern vermittelst einer 'Anweisung aus die Bü-cher einer Bank, oder vermittelst Uebertragung in die-sen Büchern von einem Namen auf den andern, be-zahlt werden sollten. Die Bank war unter Gewähr-leistung und unter dem Schutze jdes Staatü errichtet;und sie war verbunden , in guten, ächten Münzsorcenzu zahlen, die den: Münzfüße des Landes genau ent-sprachen. Die Banken von Venedig, Genua, Am-sterdam, Hamburg und Nürnberg scheinen ursprüng-lich die Bestimmung behabc zu haben, ob gleich einigederselben nachher auch zu andern Zwecken gebrauchtworden sind. Da die Münze einer solchen Bank bes-ser war, als das im Lande umlaufende Geld; so mußte

sie