chcs Geseh ist also eine wirkliche Aussage für das ganzeLand, und begünstiger nichr diejenige Klaffe von Gewer-be treiben en Leuten, welche durch das Verboth deöNiachbarö leidet, sondern eine ganz andere Klaffe.
Der Fall, wo es Ueberlegung erfordert, ob undin wie fern es rarhsom sey, die eine Zeitlang unterbro-chen gewesene freye Einfuhr fremder Waaren wieder her-zustellen, tritt ein, wenn Manufakturen, veimvgc derhohem Abgaben oder des gänzlichen Verbothes solcherfremden Waaren, die mir jenen in Coricurrenz kommenkonnten, so sehr irr die Hohe gebracht worden sind, daßsie eine große Anzahl Hände beschäftigen. Alsdann er-fordert die Menschenliebe, daß der freye Handel nurlangsam und stufenweise, und mit vieler Behutsamkeithergestellet werde» Würden die hohen Abgaben oderdas Verboth auf einmahl aufgehoben: so möchten diewohlfeilem ausländischen Waaren den einheimischenMarkt so sehr überschwemmen, daß viele taufende unse-rer Landsleure auf einmahl um Verdienst und Brot kä-men. Unfehlbar würde die daraus entstehende Unord-nung groß seyn — aber doch nichr sogar groß, als man«s sich insgemein einbildet, und zwar aus folgendenzwey Gründen:
Erstlich: alle solche Manufacturwaaren, die, ohneeine Ausfuhrprämie, andern europäischen Landern zug».führt werden, können durch völlig freye Einfuhr frem-der Waaren wenig leiden. Solche Waaren müssen imAuslande eben so wohlfeil seyn, als andere fremde Waa-ren von gleicher Art und Beschaffenheit dort sind, undfolglich muffen sie im Lande selbst, wo sie verfertigt wer-den, noch wohlfeiler seyn, Sie würden sich also auf
dem