Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

Zos

viant für Schiffe, die weile Seereistl: machen sollen,und zu ähnlichen Absichten, als zu einen: allgemeinenNahrungsmittel. Die Erfahrung hat gelehrt, daß we-nig eingefalzeneS Fleifch aus Irland, feit der Erlaubnißes frey einzuführen, herein gekommen ist, und daß alsounsere Viehhändler davon nichts befürchten dürfen.Auch scheinen die Fleifchprcife sich seitdem nicht merklichvcränderc zu haben.

Sogar würde die freye Einfuhr des fremden Ge-treides den briccifchen Landwirthcn sehr wenig schaden.Getreide nimmt noch mehr Raun: ein, als Fleisch. EinPfund Weizen, wenn es einen Pfennig gilt, wird durchdie Fracht eben so theuer, als ein Pfund Fleisch, wennes mit Vier Pfennigen bezahlt wird. Daß selbst in Zei-ten des größten Mangels so wenig fremdes Getreide ein-geführt worden ist, kann unsere Landwirthe überzeugen,wie wenig sie von der ganz freyen Einfuhr zu fürchtenhätten. Die Q.uamicäc des jährlich eingeführten Ge-treides betragt, im Durchschnitte mehrerer Jahre, wieder fachkundige Verfasser des TraetatS über den Getrer-dehande! angiebt, nicht mehr, als 2Z728 Q.uärter vonallen Arten des Getreides, welches ungefähr der fünfhundert und ein und siebenzigsie Theil des ganzen jähr-liche!: Verbrauchs ist. Weil aber die Ausfuhrprämieauf das Getreide in fruchkreichen Jahren eine stärkereAussiihr veranläßet: so muß dieselbe auch in Mangel-jahren eine stärkere Einfuhr bewirken, als sonst bey dennjedesmahligen Zustande des Ackerbaues würde statt ge-funden haben. Durch den Einfluß der Prämie kann.der Ucberfluß des- einen Jahrs den Mangel des andernnicht,ergänzen; denn da sie die mittlere Quantität des

U 3 aus-