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2 (1799)
Entstehung
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291
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andern Absichten reicher, cultivirter und in allen Kün-sten und Manufakturen weiter gekommen, als Mexicooder Peru, selbst wenn wir die unglaublichen Nachrich-ten der spanischen Schriftsteller von dem vormahligen Zu-stande dieser Reiche für wahr halten wollten. Reicheund gesittete Nationen können aber einen weit wichtigemVerkehr mit einander treiben, als sie mit Wilden undBarbaren treiben können. Gleichwohl hat Europa bis-her von seinem Handel mit Ostindien weniger Vortheilegezogen, als von dem Handel mit Amerika. Die Por-tugiesen trieben jenen Handel beynahe ein Jahrhundertlang ausschließlich, und t'e ordern europäischen Natio-nen konnten nur mittelbar und durch sie, Waaren ausjenen Landern bekommen und dahin senden. Als im An-fange des vorigen Jahrhunderts die Holländer ansingen,die Portugiesen zu verdrängen, verliehen sie ihren gan.zen osiindischen Handel einer ausschließenden Handelsge-sellschaft. Die Engländer, Franzosen, Schweden undDänen sind dieftm Beispiele gefolgt, so, daß keine ein-zige große europäische Nation, bis jchc, die Wohlthateines freyen Handels nach Ostindien genossen hak. Manbraucht keinen andern Grund anzugeben, warum die-ser Handel niemahls so vortheilhaft gewesen ist, als derHandel nach Amerika, der zwischen fast allen europäi-schen Nationen und ihren Kolonien, den Unterthanen ei-ner jeden frey gestanden hat. Die Privilegien dieserosiindischen Gesellschaften, ihre großen Reichthümer,die Begünstigung und der Schuh, den sie sich von ihrenLandesherren zu verschaffen wußten, haben vielen Neidgegen sie rege gemacht. Dieser Neid hat oft ihren Han-Del, in Absicht auf die große O.uantität des jährlich da-durch aus dem Lande gehenden Silbers, als durchaus

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