26 5
sio nachtheiliger werde auch für dasselbe die Handelsbi-lanz : denn das Geld dieses Landes falle nun unfehlbarum eben so viel am Werthe, im Verhältniß gegen dasGeld desjenigen Landes, welches die Bilanz für sich ha-be. Wenn, zum Beyspiele, der Wechselcours zwi-schen England und Holland, um fünfe vorn Hundert,gegen England siehe, so brauche man in England hun-dert und fünf Unzen Silber, um einen Wechsel von hun-dert Unzen Silber auf Holland z» kaufen: folglich wa-ren in England hundert und fünf Unzen Silber, nurhundert Unzen Silber in Holland werth, und man kön-ne nur so oder so viel holländische Waaren damit kaufen;hingegen wären hundert Unzen Silber in Holland so vielwerth, als hundert und fünf Unzen in England, womitman so oder so viel englische Waaren kaufen könne. Eng-lische Waaren nach Holland verkauft, würden daher umso viel wohlfeiler, und holländische Waaren, nach Eng- -land verkauft, um so viel theurer verkauft werden, alsder Unterschied beym Wechselcourse betrüge. DaS einewerde so viel weniger holländisches Geld nach England,und das andere so viel mehr englisches Geld nach HollandZiehen, als jener Unterschied ausmache; unfehlbar siehealso die Handelsbilanz um so viel mehr gegen England,lind erfordere ein Uebergewicht am Golde und Silber,welches nach Holland ausgeführt werde.
Dieses Rasonnement ist zum Theil richtig, zumTheil Sophisterei). Richtig ist die Behauptung, daßdie Ausfuhr des Goldes und Silbers durch den Handeldem Lande öfters vcrtheilhaft ist. Auch damit hat eSseine Nichtigkeit, daß kein Verboth die Ausfuhr verhin-dern kann, wenn Privatleute ihren Vortheil dabey sin-
R Z den.