Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
250
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keitwar, von zwey Klassen von Menschen bewirkt, diebende nicht im mindesten die Absicht hatten, dem Pu-blikum zu dienen. Die großen Landcigenthümer wur-den durch keinen andern BewegungSgrund dabey getrie-ben , als eine kleinliche Eitelkeit. Die Handwerker undKaufleute handelten aus einem weniger inchtSwürdigen,ober eben so selbstsüchtigem BcwegungSgrunde, ausGeldbegierde; und thaten nichts anders, als was dieTrödler und Hausircr, zu deren Klasse sie in derThat damahls gehörten, heutiges Tagcö noch thun,sie liefen einem Pfennige nach, wo ein Pfennigzu haben war. Keine von beyden Klassen kannte, oderahncte die große Revolution, welche sie, die eine durchihre Thorheit, die andere durch ihre Habsucht, »achund nach hervorbrachten. So sind also, in dem grö-ßer» Theile von Europa, die Handels- undManufacrur-siadts, anstatt aus den Fortschritten »nd dem wachsen-den Flor des Lanobanes zu entspringen, selbst erst dieUrsachen geworden, welche den Fortgang des Landbaueöbefördert haben.

Da indessen diese Folge der Dinge widernatürlichist: so ist auch bey derselben, der Fortgang zum Bes-sern langsam und ungewiß. Man vergleiche das lang.same Aufblühen derjenigen europäischen Länder, derenReichthum von Manufakturen und Handel abhängt, mitden schnellen Fortschritten der Nordamerikanischen Kolo-nie», deren Reichthum sich ganz auf den Ackerbau grün-det. In dem größten Theile von Europa verdoppeltsich, nach wahrscheinlichen Voraussetzungen, die Men-schenzahl erst in fünfhundert Jahren. In einigen unsrer

(ehemaligen) amerikanischen Kolonien hat man gefun-den, daß sie sich in zwanzig, oder fünf und zwanzig

Jahren