Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
234
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eine dreyfache Weise zur Verbesserung des Land-baueS bey.

Erstlich: indem die Städte den rohen Landpro-ducten einen sichern und großen Markt eröffneten, er-munterten sie sowohl zum Anbaue mehrerer Lände-reyen als zu einem vollkomnmern Anbaue. Dieserso wohlthätige Einstich war nicht bloß auf die Landschaft,in welcher sie lagen, eingeschränkt, sondern erstreckte sichauf alle Theile des Landes, mit welchen die Städte zuthun hatten. Allen verschafften sie einen Markt zumAbsätze ihrer rohen od^r Manufacturwaaren, und gabenalso allen einige Ermunterung zum Fleiße und zur Ver-besserung der Cultur. Doch zog ohne Zweifel das Land,welches ihnen am nächsten lag, den größten Vortheilvon diesem Markte. Da die rohen Erzeugnisse, welchedieses dahin brachte, weniger an Fracht bezahlen durftreu: so konnten die Handelsleute den Erbauern auch

einen bessern Preis dafür bewilligen, und doch die Er-zeugnisse um einen wohlfeilem Preis lassen, als wennsie von weitem waren herbcygeführt worden.

Zweytcns, der in den Städten erworbene Reich-thum wurde oft zu dem Ankaufe feil stehender Lände-reyen angewandt, wovon nicht selten ein großer Theilnoch wüste lag. Kaufleute haben gemeiniglich den Ehr-geitz, Gutsbesitzer zu werden; und wenn sie es sind, denEhrgeitz, Verbesserungen in der Wirthschaft zu machen.Ein Kaufmann ist gewohnt, sein Geld vornehmlich zuGewinnbringenden Unternehmungen, der Landedel-mann, es vornehmlich zu Ausgaben des Vergnügens unddes Luxus anzuwenden. Der eins giebt sein Geld hin,um es mir Zinsen wieder zu erhalten: der andere, wenn

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