Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
215
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Schlössern, auf ihrem eignen Grund und Boden, undmitten unter ihren Pächtern und Vasallen gelebt zu ha-ben. Die Städte hingegen wurden hauptsächlich vonHandwerkern und Gewerböleuten bewohnt, die damahlsin dem Stande der Leibeignen, oder nicht viel über den-selben erhaben waren. Die Privilegien, die wir in al-ten Dokumenten den Einwohnern einiger der vornehm-sten Städte von Europa gegeben finden, zeigen hin-länglich an, was sie zuvor seyn mochten, ehe sie diesePrivilegien bekamen. Leute, denen e6 als ein neuesRecht zugestanden wird, daß sie ihre Töchter ohne dieErlaubniß ihres Grundherrn vcrheyrathen, daß nachihrem Tode, ihre Kinder, und nicht ihr Herr, ihreGrundstücke erben, und, daß sie über ihr beweglichesVermögen durch einen letzten Willen verfügen dürfen,mußten, vor diesen Bewilligungen, entweder so voll-kommne Sklaven, als der gemeine Landmann, oder dochin einem sehr ähnlichen Zustande seyn.

In der That scheint eine sehr armselige, niedrigeArt von Menschen damahls die Städte bewohnt zu ha-ben: Leute, die mit ihren Waaren, wie die jetzigenTrödler und Hausirer, von einem Orte und von einemMarkte zum andern herumzogen. In allen europäi-sehen Ländern wurden damahls, von den Personen undGütern der Reisenden, wenn sie durch gewisse herrschaft-liche Höfe, oder über gewisse Brücken gingen, wennsie auf Jahrmärkten ihre Waaren herumtrugen, oderwenn sie einen Kramladen, oder eine Bude daselbstaufbauet««, Abgaben gefordert: wie dieß in mchrernasiatischen Staaten noch jetzt geschieht. Diese Abga-ben waren in England unter dem Namen von sErwAe,

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