Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
213
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such hiervon vielleicht die Fälle in Großbritannien öfter,als in irgend einem andern europäischen Lande, vorkom-men; obgleich auch dort die größten Kapitalien, die injandpachrungen angelegt werden, gewiß auch durch-terpachten erworben sind: das heißt, aus einem Er-

werbswege, welcher langsamer, als jeder andre, zurSammlung eines Kapitals führt. Indeß sind, in al-len Landern, nach den kleinen Eigenthümern, die rei-chen und großen Pächter die größten Verbesseret' in derLandwirthschaft. Sie sind es vielleicht in England nochmehr, als in irgend einer europäischen Monarchie. Indem Freystaate von Holland und dem Canton Bern solles, wie man sagt, Pächter geben, die den englischennicht nachstehen.

Doch die alte europäische Polizey war noch in meh-reren Rücksichten, dem Ackerbaus ungünstig; und siewar es auf gleiche Weise dem, welcher von Eigenthü-mern, und dem , welcher von Pächtern getrieben wurde.Sie verboth erstlich fast durchgängig, Getreide, ohneeine ausdrückliche Erlaubniß, außer Landes zu führen;sie legte zweytens, nicht nur bey dem Getreide, sondernfast bey allen Erzeugnissen eines Landguts, dem inlän-dischen Handel mannigfaltige Hindernisse in den Weg,indem sie auf eine widersinnige Weise das Aufkaufen desGetreides und die Höckerey verboth, und nur gewissePlätze und Zeiten zu Märkten privilegirke. Ich habeoben schon bemerkt, daß der Verfall des Ackerbaues imalten Italien großentheils durch das Verboth das Ge-treide auszuführen, und durch die Ermunterungen, wel-che man der Einfuhr des fremden Getreides gab, be-wirkt worden sey. Und doch ist Italien von Natur das

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