Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
203
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roz

terhalt so wenig, als möglich, hervorbringe. Wahr-sch milch lagen die Ursachen, welche dieses stlavischeVcr-häuniß der Pächwr gegen die Grundeigenthümer derLändereyen, in ganz Europa nach und nach aufhoben,theils in eben dem jetzt gedachten Nachtheiligen derSklavenarbeit, theils in den Versuchen der Leibeigenenselbst, die Gerechtsame ihrer Lehnsherrn einzuschränken:Versuchen, die von den gegen ihre große Vasallen eifer-süchtigen Landesherr« auf alle Weise begünstigt wurden.Doch ist die Zeit und Art, wenn und wie diese großeRevolution zu Stande gebracht worden ist, einer derdunkelsten Punkte in der neuern Geschichte. Die römi-sche Kirche schreibt sich einen großen Theil des Verdien-stes dabey zu: und wahr ist es, daß schon im zwölftenJahrhunderte Pabst Alexander der dritte eine Bulle zurallgemeinen Freylassung der Sklaven ausgehen ließ.Doch scheint sie mehr eine fromme Ermahnung, als einGesetz enthalten zu haben, das von allen Gläubigenstrengen Gehorsam forderte. Die Sklaverey dauertenoch ein Paar Jahrhunderte lang, an allen Orten fort;bis sie nach und nach durch das oben erwähnte doppelteInteresse, des Landeigenthümerö und des Landesherrn,stufenweise abgeschafft wurde. Ein freygelassencr Skla-ve, dem zu gleicher Zeit erlaubt wurde, auf dem Lan-de, an das er bisher gefesselt gewesen war, als freyerMensch, wohnen zu bleiben, und anzubauen, konn-te , da es ihm an allem gesammelten Verrathe fehlte,d esen Anbau nicht anders unternehmen, als wenn ihmder Eigenthümer alle die nöthigen Hülfsmittel dazu vor-schoß. Er mußte also nothwendig dasjenige werden,was die Franzosen einen Melayer nennen.

Doch