Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
159
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I5S

Gewinn betragt: ein Gewinn, den er von der ganzen,auf Materialien, Werkzeuge und Arbeitslohn gewand-ten Summe zieht. Es wird also durch dieses Ka-pital sowohl unmittelbar eine größere Quantität her-vorbringender Arbeit veranlaßt, als Mittelbar dem Lan-deserzeugnisse ein größerer Werth zugesetzt, als durchein gleiches Kapital, in den Händen des größten Kauf-manns hatte geschehen können.

Aber unter allen Kapitalien ist es das aufdenLand-bau gewandte, welches die größte Quantität hervorbrin-gend.r Arbeit in Gang bringt. Nicht bloß die Knechteund Magde des LandwüchS-, seine Fröhner und Tage-löhner, sondern auch sein Zug - und Lcsivieh sind solcheArbeiter. Ja beym Ackerbau arbeitet die Natur mitdem Menschen gemeinschaftlich; und obgleich ihre Ar-beit keinen Auswand kostet, so hat doch das Erzengnißihrer Arbeit so gnc seinen Werth, als das Werk desgrößten Künstlers. Die wichtigsten Operationen desLandbaues scheinen nicht sowohl darauf abzuzielen, dieFruchtbarkeit der Nmur zu vermehren, als sie auf dieErzeugung derjenigen Pflanzen hützluettell, welche demMenschen die nützlichsten sind. Ein mit Dornen undDisteln überwachsenes Feld kann oft eine eben so großeMenge von Gewachsen hervorbringen, als der am bestenangebauete Weinberg oder Gerreidcacker. Die Bear-beitung des Bodens, und die auf die Pflanzen selbst ge-wandte Sorgfalt, vermehren nicht die immer gleicheFruchtbarkeit der Natur: sondern sie unterwerfen sie nurgewissen Regeln; und, nach aller Arbeit des LandmannS,bleibt der Natur immer noch der größere Theil des Werkszu thun übrig. Die im Ackerbau beschäftigten Men-schen