-54
Würde kein Kapital darauf angewandt, diejeni-gen rohen Erzeugnisse, die erst durch eine gewisse Um-bildung zum Gebrauch geschickt werden, in Manufac-kurwaaren zu verwandeln: so würden diese Erzeugnisseentweder nie hervorgebracht werden, weil keine Nach-frage »ach ihnen wäre; oder wenn auch die Natur siesreywillig hervorbrächte, so würden sie doch keinenTauschwerth haben, und also dem Reichrhume der Ge-sellschaft nichts zusetzen.
Würde kein Kapital darauf verwandt, die rohenund die verarbeiteten Erzeugnisse von den Oertern, wosie überflüssig sind, in dre zu führen, wo nach ihnen ver-lange wird: so könnte an keinem Orte von beyden mehrhervorgebracht werden, als der Ort selbst und die be-nachbarte Gegend verbrauche» kann. Das Kapital desKaufmanns tauscht den Ueberflnß des einen OreS gegenden Ueberfluß deö andern um, und kragt dadurch in bey-den zur Ermunterung des Fleißes und zur Vermehrungdes Lebensgenusses bey.
Würde endlich kein Kapital angewandt, die rohenoder verarbeiteten Waaren, in kleine Theile getheilt,an die unmittelbaren Verzehrer in solchen Quantitäten,als sie jedesmahl bedürfen, zu liefern: so würde jeder-man verbunden seyn, größere Quantitäten von Waarenzu kaufen, als sein gegenwärtiges Bedürfniß erfordert.Gäbe es, zum Exempel, keinen Fleischer: so würdeniemand Rind- oder Schöpsenfleisch essen können, dersich nicht einen ganzen Ochsen oder Schöps ankaufte.Dieß würde gewöhnlich auch dem Reichen beschwer-lich — aber für den Armen würde es immer und sehrdrückend seyn. Wenn ein armer Arbeitömann sich Le-
benS-