izr
maßen, über die Ockonomie der Privatleute die Aufsichtzu führen; es sey, daß dieses durch eigentliche Auf.wandsgesetze, oder durch das Verboth ausländischerLuxuswaaren geschehe. Sie, die Könige und Mini-ster, sind immer und ohne Ausnahme, die größten Ver-schivender in der bürgerlichen Gesellschaft. Sie mögennur auf ihre eigenen Ausgaben wohl Acht geben; aberden Aufwand der Privatleute können sie sicher diesen selbstüberlasten. Wenn ihre eigenen ausschweifenden Unter-nehmungen nicht den Staat zu Grunde richten —- dieThorheiten ihrer Untergebenen werden es gewiß nichtthun.
Sowie Sparsamkeit dasNationM-pikalvermehrt,und Verschwendung es vermindert: so läßt die Lebens-art derjenigen, welche gerade so viel ausgeben als ein-nehmen , ohne weder zu ihrem Kapital etwas hinzuzufü-gen, noch dasselbe anzugreifen, jenes Nationalkapital un-verändert. Doch giebt es einige Arten des Aufwandes,die zu dem Wachsthum des Nationalreichthums mehrbeytragen, als andere.
Die Einkünfte eines Menschen können entwederauf solche Dinge gewandt werden, die unmittelbar ver-zehrt werden, ohne daß die Ausgaben, die man den«inen Tag darin gemacht hat, den Ausgaben des andernzu Hülfe kamen; oder sie können auf dauerhafte Dingsgewandt werden, die eben, weil sie dauerhaft sind, auf-bewahrt und angehäuft werden können, dergestalt, daßder Aufwand des einen Tages dienen kann, den Auf-wand des folgenden entweder zu vermindern oder zu un-terstützen, das heißt, die Wirksamkeit desselben zu vev»größern. Ein reicher Mann, zum Beyspiel, kann
I - seine