Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
119
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Freylich bleibt, wenn der Aufwand des Vcrschwen-derS nicht in auswärts verarbeiteten Waaren gemachtwird, dieselbe Quantität Goldes und Silbers im Lande.Aber der aus der Verschwendung entstehende Schadenist deßwegen nicht geringer. Ware dieselbe Quantitätnützlicher Erzeugnisse, womit der Verschwender müßigeLeute gespeisel und gekleidet hat, auf den Unterhalt fleißi-ger gewandt worden: so würde daß Geld ebenfalls imLande geblieben seyn; aber außerdem würden sich nochdie verzehrten Landesprodnkre selbst in neuen durch dieArbeit erzeugten Gütern gleichsam wieder hergestellt ha-ben. Das Geld und diese Früchte der Arbeit würdenalso beyde, als zwey Werthe, im Lande gewesen seyn,da jetzt nur einer davon vorhanden ist.

Uehcrdieß kann in einem Lande, wo der Werthdes jährlichen Erzeugnisses sich vermindert, das G§ldnicht lange unvermindert bleiben. Der einzige Gebrauch,den man vom Gelde machen kann, ist, daß es brauch»bcuc Waaren in Umlauf bringt. Durch Hülfe dessel-ben, werden Lebensrnittel, rohe Materialien und vollen-dete Werks des Fleißes gekauft und verkauft, und sonach und nach unter diejenigen vertheilt, welche sie wirk-lich verbrauchen. Die Summe Geldes also, welche injedem Lande soll ihre Anwendung sinken, wird durch hieSumme verbrauchbarer Waaren bestimmt, die jährlichdarin in Umlauf gesetzt werden sollen*' Diese Woarenfind entweder eigne Erzeugnisse des Vodens und d°r Ar-beit dieses Landes, oder sie sind mit solchen Erzeugnissenerkauft. Ihr Werth muß also abnehmen, s§ wie derWerth sämmtlicher Erzeugnisse abnimmt; und mit ih-rem Werthe ninunt zugleich die Quantität Gelbes ab,

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